Stottern & Poltern (Redeflussstörungen)
Auch genannt: Redeflussstörung, Stottern, Poltern, Balbuties
Stottern und Poltern sind Störungen des Redeflusses. Beim Stottern ist der Sprechablauf durch Wiederholungen, Dehnungen oder Blockaden unterbrochen; beim Poltern ist das Sprechen sehr schnell, unrhythmisch und dadurch undeutlich.
Stottern und Poltern gehören zu den Redeflussstörungen – der natürliche Fluss des Sprechens ist gestört. Beide Bilder unterscheiden sich deutlich und werden unterschiedlich behandelt.
Stottern
Beim Stottern ist der Sprechablauf unfreiwillig unterbrochen durch:
- Wiederholungen von Lauten oder Silben („w-w-wir“)
- Dehnungen von Lauten („mmmmama“)
- Blockaden, bei denen das Wort nicht herauskommt
Häufig kommen Anstrengung, Mitbewegungen oder Vermeidungsverhalten hinzu. Stottern tritt oft erstmals im Kindesalter auf. Bei vielen Kindern verschwindet es wieder – bleibt es bestehen, ist eine frühzeitige Therapie wichtig.
Poltern
Beim Poltern ist das Sprechtempo sehr hoch und unregelmäßig. Laute und Silben werden verschluckt oder zusammengezogen, sodass die Aussprache undeutlich wird. Anders als beim Stottern bemerken Betroffene ihre Auffälligkeit oft selbst kaum.
Ursachen
Die genauen Ursachen des Stotterns sind nicht abschließend geklärt; eine Veranlagung spielt eine wichtige Rolle. Stottern ist kein Zeichen mangelnder Intelligenz und nicht „anerzogen“.
Therapie bei melogo
Die Therapie richtet sich nach Alter und Ausprägung. Bei Kindern beziehen wir das Umfeld ein und fördern einen entspannten, druckfreien Redefluss. Bei Jugendlichen und Erwachsenen kombinieren wir Sprechtechniken mit dem Abbau von Sprechangst und Vermeidungsverhalten – für mehr Sicherheit im Sprechalltag.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Stottern und Poltern?
Beim Stottern ist der Sprechablauf durch Wiederholungen, Dehnungen oder Blockaden unterbrochen. Beim Poltern ist das Sprechen sehr schnell und unrhythmisch, dadurch undeutlich.
Wächst sich Stottern bei Kindern aus?
Bei vielen Kindern verschwindet frühkindliches Stottern wieder. Bleibt es bestehen oder nimmt es zu, ist eine frühzeitige logopädische Therapie sinnvoll.
Ist Stottern ein Zeichen geringer Intelligenz?
Nein. Stottern hat nichts mit Intelligenz zu tun und ist auch nicht „anerzogen". Eine Veranlagung spielt eine wichtige Rolle.
Kann man Stottern auch als Erwachsener noch behandeln?
Ja, Stottern lässt sich auch im Erwachsenenalter gut behandeln. Mit gezielten Sprechtechniken und dem schrittweisen Abbau von Sprechangst gewinnen Betroffene mehr Sicherheit und einen flüssigeren Redefluss.
Stottern & Poltern (Redeflussstörungen) behandeln – persönlich in Mühlacker.
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