Neurologische Störungen

Dysarthrie (Sprechstörung)

Auch genannt: Sprechstörung, Dysarthrophonie, verwaschene Sprache

Eine Dysarthrie ist eine erworbene Sprechstörung. Durch eine Schädigung im Nervensystem ist die Steuerung der Sprechmuskulatur gestört, sodass die Aussprache undeutlich, verwaschen oder mühsam wird. Die Sprache selbst – Wortwahl und Grammatik – bleibt dabei intakt.

Eine Dysarthrie ist eine neurologisch bedingte Störung des Sprechens. Betroffen ist nicht die Sprache an sich, sondern die motorische Ausführung des Sprechens: Atmung, Stimmgebung, Artikulation und Sprechmelodie werden durch eine gestörte Muskelsteuerung beeinträchtigt. Das Ergebnis ist eine undeutliche, verwaschene, zu leise oder mühsam wirkende Aussprache.

Abgrenzung: Dysarthrie, Aphasie und Sprechapraxie

Diese drei Störungsbilder werden oft verwechselt:

  • Dysarthrie: Die Muskeln des Sprechens arbeiten nicht richtig – die Sprache (Wortwahl, Grammatik) ist intakt.
  • Aphasie: Die Sprache selbst ist gestört (Wortfindung, Satzbau, Verständnis).
  • Sprechapraxie: Die Planung der Sprechbewegungen ist gestört, obwohl die Muskeln grundsätzlich funktionieren.

Häufig treten diese Störungen auch kombiniert auf.

Symptome

  • undeutliche, verwaschene Aussprache
  • veränderte Lautstärke (oft zu leise) und veränderte Stimmqualität
  • monotones oder verlangsamtes Sprechen
  • angestrengtes, mühsames Sprechen, das schnell ermüdet
  • teils begleitet von Schluckproblemen

Ursachen

Eine Dysarthrie entsteht durch eine Schädigung der für das Sprechen zuständigen Nervenbahnen oder Muskeln. Häufige Ursachen sind Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose, ALS, Schädel-Hirn-Traumata oder Tumorerkrankungen.

Diagnostik und Therapie bei melogo

Nach einer logopädischen Diagnostik richtet sich die Therapie gezielt auf die betroffenen Bereiche. Trainiert werden je nach Befund Atmung und Atemstütze, Stimmgebung, die Beweglichkeit und Kraft der Artikulationsmuskulatur sowie Sprechtempo und Sprechmelodie. Ziel ist eine möglichst gut verständliche, weniger anstrengende Kommunikation im Alltag. Bei fortschreitenden Erkrankungen wie Parkinson oder ALS steht der Erhalt der Verständlichkeit und der Einsatz unterstützender Strategien im Vordergrund.

Häufige Fragen

Was ist eine Dysarthrie?

Eine Dysarthrie ist eine erworbene Sprechstörung: Durch eine Störung der Muskelsteuerung wird die Aussprache undeutlich oder mühsam. Die Sprache selbst – Wortwahl und Grammatik – ist nicht betroffen.

Was ist der Unterschied zwischen Dysarthrie und Aphasie?

Bei der Dysarthrie funktioniert die Sprache, aber das Sprechen klingt durch eine gestörte Muskelsteuerung verwaschen. Bei der Aphasie ist die Sprache selbst gestört – also Wortfindung, Grammatik und Verständnis.

Ist eine Dysarthrie heilbar?

Das hängt von der Ursache ab. Nach einem Schlaganfall ist oft eine deutliche Besserung möglich. Bei fortschreitenden Erkrankungen zielt die Therapie darauf, die Verständlichkeit möglichst lange zu erhalten.

Was ist eine Sprechapraxie?

Bei einer Sprechapraxie ist die Planung der Sprechbewegungen gestört, obwohl die Muskeln grundsätzlich funktionieren. Sie tritt häufig zusammen mit einer Aphasie auf und wird ebenfalls logopädisch behandelt.

Dysarthrie (Sprechstörung) behandeln – persönlich in Mühlacker.

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch – wir beraten Sie gerne zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten.

Anrufen Termin buchen