Sprechapraxie
Auch genannt: apraktische Sprechstörung, Apraxie des Sprechens
Eine Sprechapraxie ist eine erworbene Störung der Planung von Sprechbewegungen. Die Sprechmuskulatur funktioniert, doch das Gehirn kann die für das Sprechen nötigen Bewegungsabläufe nicht mehr zuverlässig ansteuern – das Sprechen wirkt mühsam, suchend und fehlerhaft.
Bei einer Sprechapraxie ist nicht die Sprache und nicht die Muskelkraft gestört, sondern die Planung und Programmierung der Sprechbewegungen. Betroffene wissen genau, was sie sagen möchten, und ihre Sprechmuskeln sind grundsätzlich funktionsfähig – dennoch gelingt es ihnen nicht, die Laute und Wörter zuverlässig zu formen.
Abgrenzung zu Aphasie und Dysarthrie
- Sprechapraxie: Die Planung der Sprechbewegungen ist gestört – das Sprechen wirkt suchend, die Fehler sind wechselhaft.
- Dysarthrie: Die Muskelsteuerung ist gestört – das Sprechen klingt durchgehend verwaschen.
- Aphasie: Die Sprache selbst ist betroffen (Wortfindung, Grammatik, Verständnis).
Häufig tritt eine Sprechapraxie gemeinsam mit einer Aphasie auf.
Symptome
- mühsames, angestrengtes und suchendes Sprechen
- wechselnde, inkonstante Lautfehler – dasselbe Wort gelingt mal besser, mal schlechter
- sichtbares „Ringen“ um die richtige Artikulationsstellung
- Probleme vor allem am Wortanfang und bei längeren Wörtern
Ursachen
Eine Sprechapraxie entsteht durch eine Schädigung bestimmter Hirnareale, am häufigsten nach einem Schlaganfall, aber auch nach Schädel-Hirn-Trauma oder bei neurologischen Erkrankungen.
Therapie bei melogo
Die Therapie baut das Sprechen systematisch wieder auf – von einzelnen Lauten über Silben und Wörter bis zu ganzen Sätzen. Über Wiederholung, rhythmische Hilfen und gezielte Anbahnung wird die Bewegungsplanung neu trainiert. Bei begleitender Aphasie werden beide Bereiche aufeinander abgestimmt behandelt.
Häufige Fragen
Was ist eine Sprechapraxie?
Eine Sprechapraxie ist eine erworbene Störung der Planung von Sprechbewegungen. Die Muskeln funktionieren, aber die Ansteuerung der Sprechbewegungen gelingt nicht zuverlässig – das Sprechen wirkt mühsam und suchend.
Was ist der Unterschied zwischen Sprechapraxie und Dysarthrie?
Bei der Sprechapraxie ist die Planung der Sprechbewegungen gestört (mit wechselnden Fehlern), bei der Dysarthrie die Muskelsteuerung selbst (mit durchgehend verwaschener Aussprache).
Tritt eine Sprechapraxie zusammen mit einer Aphasie auf?
Ja, häufig. Beide Störungsbilder entstehen oft durch dieselbe Hirnschädigung – etwa nach einem Schlaganfall – und werden dann gemeinsam behandelt.
Ist eine Sprechapraxie behandelbar?
Ja. Durch gezielten, systematischen Wiederaufbau des Sprechens lassen sich deutliche Verbesserungen erreichen; ein früher Therapiebeginn wirkt sich günstig aus.
Sprechapraxie behandeln – persönlich in Mühlacker.
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